99 Schlüssel zu deiner Kreativität


Kreativ zu sein hat viele Gesichter. Es lässt uns in die tiefsten Tiefen tauchen, ebenso wie es uns mit einem einzigartigen Glücksgefühl beschenken kann. Dabei gibt es Aspekte auf die wir bewusst Einfluss nehmen können, die wir erlernen, entwickeln oder planen können. Anderes entzieht sich jedoch unserem willentlichen Zugriff. Die Fragen in diesem Buch wollen Mut machen, sich jenem Spannungsfeld gegenüber zu öffnen, neue Erlebnisräume zu erschließen, den Blick zu weiten und der eigenen Quelle der Kreativität näher zu kommen. Denn unabhängig davon ob der schöpferische Weg im Stillen oder auf der großen Bühne des Lebens geschieht: „Kreativität ist das Licht, mit dem der Mensch die Erde berührt.“

Dieses Buch hat in der Presse schon viel Aufmerksamkeit bekommen:

Im April (Eröffnung der Ausstellung in der Landesvertretung BW, in Brüssel) wurde das Buch das erste mal einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. (zum Presseartikel hier klicken)

Auch fair-news berichtete über das neue Buch und die Ausrichtung des Buch und Bild Verlags. (zum Presseartikel hier klicken)

Und hier noch ein schöner Artikel von buchreport (Zum Pressetext hier klicken)

Vorwort von Hajo Schörle - Kreativität - 
Kreativität ist für mich mehr als nur Bilder, Grafiken und Zeichnungen zu erstellen. Sie ist seit jeher ein innerer Motor und Quelle meines Schaffens. 
Der größte Gegner dieser Quelle ist die eigene Begrenzung in der Vorstellung des Möglichen. 
Im täglichen Leben ist man gewohnt, auf die Erfahrungen zu blicken, daraus Schlüsse zu ziehen und mit diesen Schlüssen den Weg in die Zukunft zu planen. So werden an der Börse durch hochkomplexe Auswertungen Chartanalysen erstellt, die Auskunft über die weitere Entwicklung geben sollen. Im Internet wird jede Handlung analysiert um zu erkennen, welche Handlung in Zukunft gemacht wird. Oft ist auch der Blick auf den Mangel in der Vergangenheit die Grundlage dafür, an diesem Mangel auch künftig festzuhalten. 
Für mich bedeutet Kreativität, sich aus diesen gesamten Zwängen zu befreien. Nicht auf den Mangel zu schauen, sondern auf dem Weg den ich gehe nach vorne zu sehen, zu entdecken, was mich rechts und links am Wegrand begleitet, die Weite des Horizontes zu sehen und sich bewusst zu machen, dass nichts vorgegeben ist und alles in seiner Fülle und Unendlichkeit möglich ist. 
Jeder Schritt den ich gehe erzeugt eine neue Sicht, auf die ich mich einlassen kann. Jedes Erlebnis ist ein Schlüssel zum Erkennen und ein Schlüssel, um die eigenen Fähigkeiten zu finden. Es sind keine Begrenzungen sondern Erweiterungen für das Blickfeld. 
Im Kleinen geschieht das bei meinen Kalligrafien, die auf einem leeren Blatt Papier entstehen, durch das zeichnen der Schrift verändert sich der Blick, das Wort, die Schrift, sie wirken nun von außen nach innen und lassen neue Bilder entstehen. So einfach und doch so unendlich bereichernd. 
Ich wünsche Allen das kindliche Staunen beim Entdecken der eigenen Quellen und freue mich, wenn wir mit unserem Buch einen Betrag dazu leisten können. 

Hajo Schörle
Verleger und Grafik-Designer
 

 

Vorwort von Armgard Schörle

Es ist ein einzigartiges Glücksgefühl, das sich in einem ausbreitet, wenn man erfolgreich etwas mit seinen eigenen Händen erschaffen oder gestaltet hat. Sei es ein Bild, das durch seine Farbkomposition fasziniert, eine Bewegung, die das Herz erfreut, ein bahnbrechender, aufrüttelnder Gedanke oder ein Klang, der durch seine Schönheit begeistert.

Zu dem schöpferischen Prozess gehören neben den berauschenden Gefühlen aber auch Zustände von Selbstzweifel, das Ringen um Wege oder die Enttäuschung über einen Misserfolg. Kreativität hat viele Gesichter. So haben sich auf dem Weg mit diesem Buch auch immer wieder Fragen in den Vordergrund gestellt, die uns beschäftigt, herausgefordert und letztendlich jedoch zum Weitergehen bewegt haben: Ist die Erfahrung eines schöpferischen Prozesses einigen wenigen begnadeten Künstlern oder Wissenschaftlern vorbehalten? Gibt es eine Kreativität im Alltäglichen? Was hat Kreativität mit Talent, Wissen, Handwerkszeug und Erfahrung zu tun? Kann zum Beispiel ein Mensch ohne Stimme dennoch schöpferisch tätig werden? Kann ein Kind ohne Erfahrung kreativ sein? Wo entsteht Kreativität?

Ganz bewusst wollen wir mit diesem Fragenbuch keine neue Definition von Kreativität geben. Im Gegenteil: Wir stellen Fragen, die vielleicht die ein oder andere bestehende Definition ihrerseits in Frage stellen, die nachdenklich stimmen können, die aber auch die Sicht auf den eigenen schöpferischen Prozess bereichern oder verändern können.

In allererster Linie wünschen wir uns, Menschen in ihren ganz unterschiedlichen, persönlichen Schaffensprozessen zu inspirieren:
- ein neues Licht auf die Vorstellung von Kreativität zu werfen
- mit der eigenen Kreativität in Verbindung zu kommen
- zu ergreifen, was da ist - Metamorphosen zuzulassen
- Gedanken und Gefühle in unbekannte Richtungen zu schicken
- Synthesen zu schaffen

Sich selbst in solch einem Schaffensprozess zu erleben, verändert den Blick auf die eigene Person, aber auch auf die Menschen und Dinge, denen wir begegnen. Wir treten in einen Austausch mit allem, was uns umgibt. Ob das nun im Verborgenen oder auf einer sichtbaren Bühne geschieht, das spielt für mein persönliches Verständnis von Kreativität keine Rolle. Ich glaube, kreativ zu sein, bringt uns in jedem Fall mit unserem Innersten in Verbindung und trägt zugleich aber auch die Möglichkeit in sich, dass wir damit nach außen treten können.

„Kreativität, das Licht, mit dem der Mensch die Erde berührt.“

Armgard Schörle